Veranstaltungen

Die Veranstaltungen der Inge Deutschkron Stiftung finden in Kooperation mit der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa statt. Eine Übersicht der nächsten Termine finden Sie hier.

 

Rückblick

    7. Oktober 2016 - 16:00 Uhr
    Gespräch mit Anita Lasker-Wallfisch

    Gemeinsam mit dem Förderverein Blindes Vertrauen und der Schwarzkopf-Stiftung wird ein Gespräch mit Anita Lasker-Wallfisch unter dem Titel „Ihr sollt die Wahrheit erben: Die Cellistin von Auschwitz“ stattfinden.

    Anita Lasker-Wallfisch ist eine der letzten Überlebenden des sogenannten »Mädchenorchesters von Auschwitz«.  Nach ihrer Ergreifung bei einem Fluchtversuch nach Frankreich folgten Gefängnis und Zuchthaus, Auschwitz und Bergen-Belsen.  Anita Lasker-Wallfisch hat durch das  Cellospielen und  die Mitgliedschaft im Mädchenorchester überlebt. Die Historikerin Barbara Schieb von der Gedenkstätte STILLE HELDEN wird das Gespräch moderieren.

    Ort: Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt
    Rosenthaler Straße 39
    10178 Berlin
    29. Februar 2016 - 18:00 Uhr
    Fremd, Fremde, Fremder

    Theater von Jugendlichen für Jugendliche

    Ein Projekt der Inge Deutschkron Stiftung auf Initiative von Inge Deutschkron

    Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Tiergarten entwickelten in einer Projektwoche unter theaterpädagogischer Leitung von Stefanie Rejzek und Karoline Schulze eine szenische Aufführung zum Themenbereich „ Anders sein – Ausgrenzung von Min­derheiten – Rassismus, Gewalt und Zivilcourage“. Sie ist unter dem Titel

    Die Aufführung ist in einem Video von Carsten Krüger aufgezeichnet worden.

    Eine Kurzform ist hier zu sehen.

    Video

    Ort: GRIPS Theater am Hansaplatz
    Altonaer Str. 22
    10557 Berlin
    7. Januar 2014 - 16:00 Uhr
    Ausstellung "Geraubte Mitte"

    Nach einer Begrüßung von Frau Dr. Franziska Nentwig, Generaldirektorin des Muse­ums, führten die Herren Dr. Benedikt Goebel und Lutz Mauersberger durch die Aus­stel­lung. Die Ausstellung „Geraubte Mitte. Die Arisierung des jüdischen Grundei­gen­tums im Ber­liner Stadtkern 1933-1945“ thematisiert erstmals im Rah­men einer Aus­stellung den staatlichen Raubzug an Grundstücken und Immobilien von Berliner Ju­den durch das NS-Regime. Sie arbeitet einen bislang kaum be­kannten, dunklen Teil der Stadtge­schichte auf, verweist auf eklatantes Unrecht an jüdischen Berline­rin­nen und Berlinern und stellt die Frage nach dem künftigen Um­gang mit diesem Erbe.

    Ort: Stadtmuseums Berlin
    Ephraim-Palais, Poststraße 16
    10178 Berlin
    10. Juni 2013 - 19:00 Uhr
    „Zerrissenes Leben“

    In den Jahren nach 1933 musste Inge Deutschkron lernen, was es heißt als Jüdin in Nazi-Deutschland zu leben. Die Eltern setzten sich als Sozialdemokraten aktiv gegen die Nazis ein. Dadurch lernte die junge Inge Repressalien und Gewalt frühzeitig kennen. Die Unterdrückung und Diskriminierung nahm mit den Jahren an Intensität und Perfidität zu: z. B. durften Juden nur während einer Stunde am Tag streng rationierte Lebensmittel einkaufen, Spaziergänge waren untersagt und durch das verpflichtende Tragen des Gelben Sterns wurden Juden zwangsgekennzeichnet.

    1941 begannen die Deportationen Berliner Juden. Nicht-jüdische Freunde boten Inge und ihrer Mutter an, sie zu verstecken. „Stille Helden“ so nennt Inge diese Menschen, die ihr Leben riskierten, damit sie überleben konnten. Das Leben im Untergrund war  geprägt von Angst und Erschöpfung,  doch es ermöglichte Inge und Ihrer Mutter das Überleben. 1946 ging sie für einige Jahre nach England und traf dort auf ihren bitter enttäuschten Vater. Er hatte auf eine Einladung zurück nach Deutschland gewartet, um dort wieder zu unterrichten. Diese Einladung kam jedoch nie.

    Nach ihrer Rückkehr arbeitete Inge Deutschkron als Journalistin in Bonn. In der Bonner Republik  erlebte sie den immer noch vorhandenen Antisemitismus in Deutschland, traf auf alte Nazis in neuen Ämtern. In den 1970er Jahren wandte sie sich von Deutschland ab und wanderte nach Israel aus.

    Inge Deutschkron lebt heute wieder in Berlin. Sie blickt auf ein sehr ungewöhnliches Leben zurück. Auf dramatische Zeiten, in denen sie die schlimmsten Seiten Deutschlands, aber auch die besten Seiten einzelner mutiger Menschen kennenlernte. Bis heute engagiert sie sich gegen das Vergessen und für das Gedenken an ihre „Stillen Helden“. Inge Deutschkron wird uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen und somit ein weiteres Zeichen gegen das Vergessen setzen.

    Ort: Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
    Sophienstraße 28 – 29 10178
    Berlin
    24. April 2013 - 00:00 Uhr
    "Sie haben uns die Heimat zur Hölle gemacht"

    “Literatur kann es nur geben, wo der Geist selbst eine Macht ist, anstatt dass er abdankt und sich beugt unter geistwidrige Gewalten“…  mit diesem Zitat Heinrich Manns begann Klaus Völker seine Lesung vor 70 Gästen in der Mendelssohn-Remise, mit der die Inge Deutschkron Stiftung und die Schwarzkopf-Stiftung an die öffentlichen Bücher-verbrennungen im Jahr 1933 erinnern wollten.

    Klaus Völker stellte an diesem Abend Biografien und Werke von Autoren vor, deren Karrieren – zum Teil schon vor den öffentlichen Bücherverbrennungen – von den Nationalsozialisten zerstört worden sind.  Für die bereits prominenten Autoren brachte das Exil große Unbill, aber keine finanzielle Not. Für die Unbekannteren aber war das Unglück groß und beschattete ihr weiteres Schicksal.

    Klaus Völker las aus Werken von Alfred Kerr, Karl Schnog, Oskar Maria Graf, Max Hermann-Neiße, Karl Krauss, Mascha Kaléko, Erika Mann, Moriz Seeler, Gertrud Kolmar und Theodor Kramer.

    Paul Raab, spielte auf der Posaune aus Werken von Hanns Eisler und Ernst Krenek – auch diese Künstler durften in der NS-Zeit nicht aufgeführt werden.

    Ort:


    3. September 2012 - 18:00 Uhr
    Plötzlich war ich Jüdin - Filmvorführung

    Als die Verfolgung der Juden immer brutaler wird, tauchen sie unter, wechseln immer wieder das Versteck, um dem Zugriff der Gestapo zu entgehen. Es sind politische Freunde oder einfach nur mitfühlende Menschen, die ihnen Unterschlupf bieten – “stille Helden” wird sie Inge Deutschkron später voller Dankbarkeit nennen.
    “Stille Helden” retten ihr das Leben

    Inge und ihrer Mutter gelingt es tatsächlich, Verfolgung und Krieg in Berlin zu überleben. Im Bonn der Adenauer-Ära wird sie als Jüdin immer wieder mit der Verdrängung der Vergangenheit, aber auch mit den Überbleibseln nazistischen Gedankenguts in der Bevölkerung und in hohen und höchsten Positionen der jungen Bundesrepublik konfrontiert.
    Bis heute sieht Inge Deutschkron ihr Überleben im Krieg als Verpflichtung an, dafür zu kämpfen, dass die Erinnerung an den Holocaust, aber auch an die “stillen Helden” des “anderen” Deutschland lebendig bleibt. Ein Anliegen, das sie heute besonders Kindern und Jugendlichen vermitteln will. Und das gelingt ihr auch jetzt noch mit ihren lebendigen Schilderungen, den persönlichen Erinnerungen und nicht zuletzt ihrem Berliner Witz, den ihr – zum großen Glück – niemand austreiben konnte.

     

    Ort: Konferenzsaal der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa
    Sophienstraße 28-29
    10178 Berlin
    20. Oktober 2011 - 18:30 Uhr
    „Die ungebrochene Macht des antisemitischen Ressentiments“

    Vortrag und Gespräch mit Professorin Monika Schwarz-Friesel und Professor Evyatar Friesel.

    Im 20. Jahrhundert erreichte die antisemitische Feindseligkeit ihren geschichtlichen Höhepunkt. Als gesellschaftliche Einstellung kann man Judenfeindschaft jedoch über eine geschichtliche Spanne von Jahrhunderten, in denen es viele und ganz verschiedenen Phasen gab, jede mit eigenen Parolen, Ausdrucksfor­men und Auswirkungen, festhalten. Herr Prof. Friesel eröffnet uns die Möglichkeit einen gemeinsamen historischen Blick auf  gesellschaftliche Judenfeindschaft zu werfen.

    Sechzig Jahre Bundesrepublik Deutschland, sechzig Jahre Auseinandersetzung mit Antisemitis­mus. Wo steht Deutschland nach Jahrzehnten der Aufklärungsarbeit, der Erinnerungskul­tur und dem Bemühen der Regierenden und Zivilgesellschaft, antisemitischer Gewalt und Ein­stellung entgegenzutreten? Wie äußert sich der aktuelle Antisemitismus in Deutschland? Dazu hören wir Frau Prof. Schwarz-Friesel.

    Ort: Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
    Sophienstraße 28-29, 10178 Berlin

    5. September 2011 - 20:00 Uhr
    „Das Amt und die Vergangenheit - Zum Streit über den Kommissionsbericht über die Geschichte des Auswärtigen Amts-“

    Vortrag und Gespräch mit Professor Norbert Frei

    Der Bericht der Historikerkommission „Das Amt und die Vergangenheit“ über die Beteiligung des Auswärtigen Amts an den NS-Verbrechen und deren Vertuschung durch die Bonner Nachfolge-Organisation wurde bei seinem Erscheinen Ende Oktober 2010 als wichtigstes zeithistorisches Buch gefeiert. Auch von Historikern. Es gibt aber auch Kritik – auch aus Historikerkreisen.

    Herr Prof. Norbert Frei ist Mitglied der Historikerkommission und Mitverfasser des Berichts. Wir freuen uns, ihn für einen Vortrag am 05.September gewonnen zu haben, in dem er sich zu dem Streit über den Kommissionsbericht äußern wird.

    Nach seinem Vortrag steht Herr Prof. Frei für ein Gespräch zur Verfügung.

    Ort: Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
    Sophienstraße 28-29
    10178 Berlin
    13. April 2011 - 19:00 Uhr
    Filmvorführung “Fritz Bauer – Tod auf Raten”

    Vorführung des Films “Fritz Bauer – Tod auf Raten” mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin Ilona Ziok und Inge Deutschkron. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand statt.

    Der Film “Fritz Bauer – Tod auf Raten” ist von der Deutschen Film- und Medienbewertung als Dokumentarfilm des Monats Januar 2011 mit dem Prädikat “besonders wertvoll” ausgezeichnet worden.

    Ort: Kino Central
    Rosenthaler Straße 39
    Berlin
    1. März 2011 - 19:30 Uhr
    Das Auswärtige Amt und die Vergangenheit

    Referent: Dr. Manfred Steinkühler. Diplomat a.D.

    Ort: Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
    Sophienstraße 28-29
    10178 Berlin
    16. Juni 2010 - 19:00 Uhr
    Nationalsozialistische Bewegungen und Antisemitismus in Europa – 1919 bis 1945
    Mit Prof. Dr. Michael Wildt
    .
    Ort: Konferenzraum der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung
    Sophienstraße 28-29
    10178 Berlin
    9. Februar 2010 - 18:00 Uhr
    Filmvorführung: Berlin 36

    Der Film “Berlin 36″ von Kaspar Heidelbach erzählt die Geschichte von Gretel Bergmann, der besten deutschen Hochspringerin ihrer Zeit. Doch sie ist jüdischer Abstammung. Die Amerikaner drohen, die Olympischen Spiele zu boykottieren, sollten im deutschen Olympia-Kader keine jüdischen Sportler vertreten sein. Aus diesem Grunde wird Gretel Bergmann in das deutsche Trainingslager aufgenommen. In den Augen der Nazis darf Gretel aber auf keinen Fall gewinnen. Um dies zu verhindern, schicken die Nazis eine “Konkurrentin” ins Trainingslager und zur Qualifikation; die bisher unbekannte Marie Ketteler. Doch die Nationalsozialisten haben nicht damit gerechnet, dass sich die beiden Außenseiterinnen und vermeintlichen Konkurrentinnen nach anfänglichen Problemen anfreunden.

    Wir werden im Anschluss die Möglichkeit haben, mit dem Regisseur Kaspar Heidelbach und Inge Deutschkron über den Film zu sprechen.

    Ort: Central Kino
    Rosenthaler Straße 39
    Berlin-Mitte
    4. November 2009 - 18:00 Uhr
    Der Mann hinter Adenauer. Hans Globkes Aufstieg vom NS-Juristen zur Grauen Eminenz der Bonner Republik

    preview_width.200.bevers_u3_d23Vortrag und Gespräch mit Jürgen Bevers, Autor und politischer Journalist zu seinem Buch „Der Mann hinter Adenauer – Hans Globkes Aufstieg vom NS-Juristen zur Grauen Eminenz der Bonner Republik“

    Ort: Konferenzraum der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung
    Sophienstraße 28-29
    10178 Berlin
    9. Juni 2009 - 18:00 Uhr
    Chancen eines Friedens – Israel 60 Jahre im Spannungsfeld des Nahen Ostens

    Vortrag und Diskussion mit Dr. Rudolf Dressler, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel a.D. und Mitglied des Deutschen Bundestags a.D.

    zum Thema: „Chancen eines Friedens – Israel 60 Jahre im Spannungsfeld des Nahen Ostens“

    Ort: Konferenzraum der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung
    Sophienstraße 28-29
    10178 Berlin
    21. Januar 2009 - 18:00 Uhr
    Theaterbesuch: Ab heute heißt Du Sara

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    Besuch des Theaterstücks „Ab Heute heißt Du Sara“ mit Berliner Jugendlichen

    Ort: Grips-Theater
    Altonaer Straße 22
    10557 Berlin
    3. Juli 2008 - 18:00 Uhr
    Chancen eines Friedens - Israel 60 Jahre im Spannungsfeld des Nahen Ostens

    preview_width.200.new_primor_(wince)_63cVortrag und Diskussion mit Avi Primor, Botschafter a.D., Direktor des Zentrums für Europäische Studien am IDV Herzliya, Israel
    Zum Thema: „Chancen eines Friedens – Israel 60 Jahre im Spannungsfeld des Nahen Ostens“
    In Kooperation mit der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung

    Ort: Konferenzraum der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung
    Sophienstraße 28-29
    10178 Berlin
    9. November 2007 - 18:00 Uhr
    Festakt zur Gründung der Inge Deutschkron Stiftung

    Festvortrag von Prof. Dr. Norbert Frei, Friedrich-Schiller-Universität Jena: „Schwierige Lernprozesse - Die Deutschen und ihre Vergangenheit“

    Ort: Berliner Rathaus