26. April 2017
Film und Diskussion "Wiedersehen mit Brundibár"
Gemeinsam laden wir Sie herzlich ein zu der Filmvorführung:
„Wiedersehen mit Brundibár“ (2014, 88 Minuten)
am Mittwoch, den 26. April 2017 um 19 Uhr,
anschließendes Gespräch mit
dem Regisseur Douglas Wolfsperger und der Historikerin Dr. Diana Schulle
im Kino Central,
Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin
Die Oper „Brundibár“ wurde 1941 heimlich im jüdischen Kinderheim Prag uraufgeführt. Ihr Libretto wurde nach Theresienstadt geschmuggelt, wohin ihr Komponist Hans Krása deportiert worden war. „Brundibár“ wurde in Theresienstadt beliebt, machte Kinder zu stolzen Darstellern und dem Publikum Freude und Hoffnung. Die Aufführungen dienten aber auch den Nationalsozialisten zum Beweis, wie schön das Leben im Ghetto ist – bezeugt vom Roten Kreuz und in Wochenschau- Filmausschnitten. Weder ihr Komponist noch die meisten Kinderdarsteller erlebten das Ende der NS-Herrschaft.
Der Dokumentarfilm „Wiedersehen mit Brundibár“ von Douglas Wolfsperger erzählt die Auseinandersetzung einer Jugendtheatergruppe der Berliner Schaubühne mit dem Stück. Für die Heranwachsenden wird die Zeit des Nationalsozialismus über die Begegnung mit Greta Klingsberg, die 55 Mal im Ghetto Theresienstadt die Hauptrolle spielte, und einer gemeinsamen Fahrt in die heutige Gedenkstätte greifbar. Dieser Prozess wird durch den Film dokumentiert und wirft Fragen über die Zukunft des Gedenkens auf.
Im Anschluss an die Vorführung wird der Regisseur Douglas Wolfsperger im Gespräch mit der Historikerin Dr. Diana Schulle auf die Besonderheiten des Films und der Entstehungsgeschichte eingehen und gern auch Fragen aus dem Publikum beantworten.
Auf Ihre Teilnahme freuen wir uns.
Mit freundlichen Grüßen
Inge Deutschkron
Vorstandsvorsitzende
Inge-Deutschkron-Stiftung
André Schmitz-Schwarzkopf
Vorstandsvorsitzender
Schwarzkopf-Stiftung
